Interessanter Vortrag (englisch)

http://www.ted.com/talks/toni_mac_the_laws_that_sex_workers_really_want/transcript?language=en


Zitat eines Gangbang-Philosophen

Zitat von »einem unbekannten Gangbang-Philosophen«

Denn nichts kommt an eine Frau ran, die ihre innigsten Fantasien auslebt und dabei sich und andere Menschen glücklich macht… Genau dann hat man das maximale Maß an Vollkommenheit erreicht.


Escorts unter sich: wo verdient man am meisten Kohle? Die Männer suchen Emotionen, die Frauen den grösstmöglichen Umsatz

Auszug aus einem Chat zwischen zwei Escorts (einer jungen Frau Anfang 20 und einer Ex-Escort, die die gesamte Welt bereist hat und doppelt so alt ist):

Mal eine andere frage, beziehungsweise zwei: aber so grundsätzlich: Da sind ja auch viele angebote in recht kleinen städten, bis hin zu dörfern. laufen diese adressen? kommen da überhaupt genug leute? oder würdest du eher größere städte empfehlen? und das zweite: was ist so deine Meinung zu arbeiten in der Schweiz? gibt ja gutes geld, aber abgesehen davon, empfehlenswert oder nicht so?

prima Daumen kann man sagen, dass in Ortschaften mit weniger als 35.000 Einwohner Prostitution erstmal verboten ist. Ja es gibt gut eingelaufene Adressen auf dem Land, wo die vermögenden Bauern verkehren.

die Schweiz hat auch nachgelassen,

du musst leider nach dem Trial and Error Verfahren vorgehen und es durchprobieren, bis du Adressen findest, die laufen. Schau mal in die Zeitung Heim & Welt, gibts am Hauptbahnhof, ganz hinten, da sind Terminadressen drin; einige von denen laufen sehr gut. Unter den Osteuropäerinnen werden diese Hinweise mit guten Adressen per Handy ausgetauscht, unter den Deutschen nicht.

Du musst da arbeiten, wo das meiste Geld ist.

London, Oslo (Vorsicht viele Menschenhändler und Zuhälter), Genf …. NYC

die Kriminellen versuchen mit Unabhängigen in Kontakt zu kommen, auch als Fake-Kunde und kommen dann vorbei. Wenn man nicht spurt, machen die einen kalt. Ziemlich gefährlich

Ich war mal in Oslo, mit meiner Mutter im Urlaub. fand ich nciht schön dort, eben wegen menschenhändler und so. das hast du extrem gemerkt, da musstest du nicht mal als hure dort hin! als wir von der fähre kamen, wurden meine mutter und ich auch von so einer komischen männergruppe umzingelt, die schon höchst dubios aussah und nach meinem alter gefragt haben… wir sidn dann schnell weg…

wenn man international arbeiten will, muss man Aktivisten vor Ort kennen, die Sicherheitslage, die Gesetze, ein Netzwerk aufbauen. In NYC/US kann man viel Geld verdienen, wenn man klug genug ist.

Deutschland ist nicht so interessant. Stuttgart, Hamburg haben z.B. viel Geld. Da läuft es nur über Escort; die Preise in den Bordellen sind kaputt.

hab gehört Trier soll gut sein? kommen viele Luxemburger mit viel kohle?

in Trier war ich noch nicht

Berlin ist die ökonomisch schwächste Region, noch schwächer als der Rest des Osten Deutschlands

die deutschen Weiber geben keine Infos raus, wo es gut läuft

Okay, hab mir schon gedacht, dass die neuen Bundesländer jetzt nicht so der Knüller sind…

du willst aber im deutsch-sprachigen Raum bleiben oder?

na ja, werde ich das erste jahr halt damit leben müssen, dass ich da mal scheiße verdiene. und sammle dann gute adressen. ja, schon deutschsprachig…

Österreich ist scheisse wg der Registrierung und der verpflichtenden Gesundheitsuntersuchung; wie gesagt, die Schweiz ist noch interessant, mehr in Genf oder im Tessin. Basel und Zürich zunehmend schwierig.

München ist gut. Aber nur als Escort. Das Problem ist der Sperrbezirk in der gesamten Innenstadt. Laufhäuser dort sind nicht so prall, vielleicht max. 4 Kunden/Tag.

ich hab noch auf einem alten notizzettel stehen, dass du Zürich empfiehlst.^^ weil da wohl sehr schlanke mädchen gut nachgefragt sind. meintest du zumindest.

ja Zürich, sehr jung und sehr schlank; aber sehr viele AO Anfragen, Psycho

ist schwierig, dort gute Adressen zu finden, wo es läuft
Wenn man international verdienen will, muss man die Touren sorgfältig vorbereiten und vor allem gute Sprachkenntnisse mitbringen. Finger weg von arabischen Ländern wie Dubai etc. wo das Öl sitzt. Hab dort so viele Horror Stories mitbekommen, Gewalt und Folter an Escorts.

näähhh! Da würde ich NIEMALS hin!!!!!!!

Die Männer suchen Emotionen, die Frauen grösstmöglichen Umsatz

sorry, aber bei der religiös fundamental geprägten gesellschaft auch kein wunder!

ich hab mal in einem Laufhaus in München gearbeitet; dort hat mir eine Freundin von grässlichen Geschichten erzählt; in Italien sind zwei Escorts verschwunden und als Leichen wieder aufgetaucht; in Dubai wurde einer die Brustwarzen abgebissen…. usw.

Italien ist jedenfalls ein total beschissenes Pflaster

nur perverse

ja, das haste schon mal erzählt von den in Italien. die aus dubai is mir neu.

Italien mit seiner Macho- Kultur… is ja kein Wunder, das da nur Gestörte rumlaufen. und darum auch klar, dass es in den arabischen Ländern noch viel schlimmer ist. Da gesellt sich dann noch religion dazu.

Sog. High Class Agenturen bieten ja Escorts in Dubai an und solchen Ländern. Völlig verantwortungslos.

wenn du mit einem deutschen dort bist weniger. ich würde einen arabischen kunden auch in deutschland nicht nehmen. zumindest nicht im escort. da riskiere ich eher, dass ich ein paar gute trauben aussortiere, als dass ich auch nur eine einzige falsche in den mund nehme…


Aufruf zur Entkriminalisierung der Sexarbeit weltweit

Ich hab mal wieder für das Kaufmich Magazin einen Text verfasst. Ich bitte Euch, die dort verlinkte Petition zu unterschreiben!

Vielen Dank

Eure Ariane


Real Estate

(2013)

verstörend

Der Roman ‘Im Stein’ von Clemens Meyer ist schwere Kost und führt zu schlechter Verdauung. Kein leichtes, sich hier durchzugraben. Er ist es jedoch wert, in vielerlei Hinsicht gelesen zu werden. Aufgrund der unterschiedlichen Perspektiven und Stimmen von Personen, die im ‘sogenannten’ Rotlicht ihren Geschäften nachgehen.
‘Im Stein’ handelt von der imaginären Stadt Eden, einer Stadt, die überall ist oder sein könnte, auch wenn auf den ersten Blick das Zentrum Leipzig/Halle die Hauptrolle spielt.

Eden City: wo Mörderbanden, V-Männer des Verfassungsschutzes, Polizisten, Politiker, die Treuhand, manche Staatsanwälte mit Kriminellen deshalb gemeinsam Sache machen, weil die kriminellen Strukturen des organisierten Verbrechens nicht nur innerhalb des ‘sogenannten’ Milieus sind, sondern ganz tief innen in der Gesellschaft funktionieren, so wie Prostitution als Prinzip in der „Mitte“ der Gesellschaft angesiedelt ist und wo jeder Geschäftsmann, der von unten kommt, hin will. Ab in die Mitte: anerkannt, respektiert, also wie alle anderen eben auch, die das alles so schön stabil halten und dafür sorgen, dass der Geruch – des Scheisshauses oder des ganzen Bluts – wie man es nimmt, nicht nach aussen dringt, sondern schnell weg geputzt wird, von den Putz-Brigaden.

Denn ALLE profitieren von der ‚Ordnung‘, der ‚Sauberkeit‘, gerne in Zusammenarbeit mit ‘Ordnungshütern’. Ob es das Wegputzen ‚vergifteter Huren auf der Strasse‘ ist, die man vorher mit dem eigenen Stoff aus der Giftküche versorgt hat, die Geldwäsche, die schwarz in weiss verwandelt, die Vergangenheiten sauber wäscht, so sauber wie Persil. Alles hat Ordnung, alles hat seinen Platz, die Spenden an die Hurengewerkschaft, die keine ist, an die Kirchenblättchen … an die SPD and so on

Alles sauber angemeldet, die Bullen lassen einen in Ruhe, man steht sich gut mit den Ämtern und der Stadt, man ist per Du, Ruhe soll sein, einkehren, kein Chaos, damit die Geschäfte störungsfrei laufen. Chaos stört nur das Geschäft.

Wie über das Unaussprechliche sprechen, schreiben? Das, was man mit Theodor Adorno Schuldzusammenhang nennen kann. Bei den ganzen Leichen im Keller, eine Geschichte, die das Fundament für Ordnung und Sauberkeit schuf, die Toten, eingebettet in dieser Geschichte oder im Moor.

Der Stein: Die gewünschte ‘Hurenpipeline’ unter der Erde, die die Städte mit Fleisch versorgt, wovon man träumt. Oben, an der Oberfläche. Der Stein: Wichsbuden, die Stadt, Immobilien, Diamanten, Cristall, Crack, Kokain, alles Stein. Ein Stein, den kein Bildhauer bezwingen kann, obwohl Clemens Meyer, er hat es versucht, er hat Spuren in den Stein gehauen, hat sich durch das Gespinn aus ‘Silberfäden’, den feinen Leuten von C & W, einen Weg gebahnt, um das alles, was man ‘System’ nennt, durchzuackern, anzuschauen. In einem ungeheuren Chorus aus Stimmen, von Huren und anderen Protagonisten des Gewerbes, in- und ausserhalb des sog. Milieus, die alle ganz tief drinne sind, in der Gesellschaft, im Stein.

Eine schnelle Meinung oder ein schnelles Urteil über das Buch zu sprechen: lasst hören! Unten in den Links zu den Buchrezensionen kann man einige Stimmen von Literaturkritikern nachlesen. Vieles erscheint mir unverstanden.
Niemand kann, zumindest, wer in dieser Gesellschaft Konsument und Profiteur ist, nach diesem Buch weiter seinen naiven Fantasien anhängen, von denen da oben und wir da unten, weil das nämlich alles zusammengehört. Der Roman, die einzige Möglichkeit, ähnlich wie Filme, unangenehme Wahrheiten als Fiktionen an den Mann und Frau zu bringen?!

Ja, die ganze Gesellschaft ist hier in diesem Stein zuhause. Der grosse Fleischmarkt, wie es im Roman heisst, zusammen mit den Fonds, den Aktien, die Anleger, Konsumenten, alles Profiteure eines im Kern unmenschlichen Systems, dass auf Ausbeutung beruht. Und die Ökonomie des Rotlichts funktioniert wie alle Ökonomien.
Der Eisenhans im Märchen, Hans der Schlachter, wie er im Roman vorkommt, ist überall. Das Marx’sche Kapital wird zitiert, steht ja bei den Saubermännern auf dem Index hihi, da steht alles, wie es funktioniert: die globalisierten Fleischmärkte, die internationalen Vernetzungen, die Connections. ‘Im Stein’ ist im Prinzip nicht nur ein Gesellschaftsepos unserer Zeit, sondern auch eine grosse Kriminalgeschichte, nicht nur über die letzten 20 Jahre. Denn der Stein beschreibt auch ein Prinzip, das der akzeptierten Ausbeutung. Darf man das sagen?
Die blutenden Leichen werden durch den Abguss gepresst und hinten kommen vergoldete Nasen raus. Eden City, das Paradies, für die, die es sich leisten können. Da können auch Mörderbanden und eine Justiz, die Unrecht spricht, unbehelligt ihrem Treiben nachgehen. Vom ‚rituellen Versenken der Leichen‘ ist ja die Rede.

Das ‘Sogenannte’: Anders, als ich es in mancher Buchbesprechung las, tauchen kaum die ‘sogenannten’ Zuhälter auf, sondern Business People, Geschäftsleute (nicht nur Männer); bis auf einen einzigen, der mit seinen Miezen aus dem Ruhrpott erst Pommes Frites, dann die Mumus gewinnbringend an den Mann verhökert, im Osten, dem Experimentierlabor der Glücksritter. Obwohl da wenig Zeit für Experimente ist, da werden die Rezepte nur nachgekocht. Hat schon im Westen funktioniert, alles das gleiche vor der Geschichte, Ost wie West, BKA, Stasi, alles.
Kairos, eine kurze Zeit, eine Chance, die sich eröffnet, meinten schon die die alten Griechen, um Entscheidungen zu treffen, politische Weichen zu stellen, abzukassieren, die Grundlagen zu legen, wie der Fleischmarkt funktionieren soll, wohin der Geldfluss gelenkt wird. Geschäftsmodell „Flatrate Scheisse“ eben, wie es im Roman von einem Betreiber genannt wird, und worunter nicht nur Praktiker kaputt gegangen ist.
Also ein einziger Zuhälter kommt vor, von einem Hippieluden aus Hamburg ist auch kurz die Rede, ein ganz Kluger, sonst nur ‘Geschäftsleute’, ehemalige Stasi-Manager, die Treuhand, V-Leute, die den Reibach machen. Eine Hand wäscht die andere, die ‘paar’ Leichen im Keller waren notwendig, damit der Laden sauber ist. Das Jasmin, das Kinderbordell, der Sachsensumpf, ein vernachlässigbarer ‘Kollateralschaden’, Wilder Westen eben, damals (?), auf dem Weg zu blühenden Landschaften.

Putzig sind die Einlassungen zum Thema Hurenrechte, ja schreiend komisch. Manager, die Hydra unterstützen, alles unterstützt ’sauberes arbeiten‘, der Dreck wird von der Strasse ‚geputzt‘. Ja lasst uns mal über Privatversicherungen und Mietwucher sprechen, ja spricht doch, war auch schon 2005 ein Thema. Und die wenigen, die auf eigene Tasche arbeiten und sich nicht abkassieren lassen, ob durch faule Ehemänner oder Vermieter, sind so wenig, dass es keine Konkurrenz für die Zimmervermietung bedeutet. Oder doch? Also wenn das mehr werden, die von privat und so … also sauber gearbeitet kann doch nur von Clubs und Wohnungen für Summe X, zuviel Selbständige, also echte Selbständige, da stehen ja die Freudenhäuser leer!! Und ja auch die kleinen Wohnungsbordelle, die von Ex-Huren betrieben werden, auch Manager, also die werden gerne geschlossen, damit der Fluss an Kunden in die Grossbordelle und Zimmervermietungen rauscht, wenn es ausser der kriminalisierten Strasse keine Ausweichmöglichkeit für die Triebbefriedigung gibt. Idealzustände woll? Und auch die Strasse, ja, die wird allenthalben geschlossen. Blick ins Grüne, alles sauber, gentrifiziert, teure Mieten, die Anwohner schimpfen, Latte Macchiato, Flaniermeilen. Unser Dorf soll schöner werden.

Und da kann man so schön in die Bücher schauen, bei den sauberen Geschäftsleuten, alles versteuert hihi, in den Melkstationen, aber bei den Privaten, die sich frecherweise selbständig gemacht haben oder diesen ganzen ‘Ausländerinnen’, die da zusammengepfercht irgendwo arbeiten, die der Polizei oder dem Gewerbeamt nicht einfach die Tür aufmachen, ausser bei Gefahr in Vollzug, da stimmt doch was nicht mit den Umsätzen, da müssen wir dringend ran, am besten vor jedem Haus einen Steuer-Automaten aufstellen, so wie in Bonn oder Zürich, mit rotem Schirm, juhu, das Symbol der Sex Worker Rechte, als Gütesiegel missbraucht oder so, also von jenen, die in diesem ganzen Business nichts zu melden haben. Die sich so über Wasser halten oder zu ihrer Stütze etwas hinzu verdienen, einfach unabhängig arbeiten wollen. An die muss man ran. Diese gemeinen Steuerhinterzieherinnen, diese Parasiten, die sich in Deutschland breit machen, um zu überleben. Macht mal die Grenzen zu … Mensch, wird’s bald!!

Die „Zuständigkeiten“ haben sich eben geändert. Also da, wo geschmiert wird. So ein Mist aber auch, aber das lässt sich mit den ganzen guten Verbindungen schnell einrenken. Bausenatoren, Baurecht und so. Alles sauber. Ja, die von privat auf eigene Tasche arbeiten sind den …. äh Behörden ein Dorn im Auge. Oops. Fehlermeldung.

Und schmeisst doch endlich die dreckigen Einwanderer, also die da, wie Soziologen, Studenten und so sie bezeichnen, die diesen ganzen Migrationshintergrund haben, bäh, die wollen wir hier nicht, den ganzen Dreck raus aus Deutschland, weg damit von den Strassen, also jene, die gar keine Chance haben in den Clubs zu arbeiten, in den sauberen Bordellen, weg damit, dann gehen auch die Preise wieder hoch, bei den deutschen Huren. Hurra!

Und Coppenrath &Wiese bedient sich eh an der Strasse, da gibt’s immer Nachschub, keine Sorge, denn dafür wird gesorgt, im Handel & Wandel, international, ob legal oder illegal, ist alles dasselbe; oder im Hotel über manche Agenten und Agenturen, die Dossiers anlegen, angeblich zum Schutz der Escorts haha, äh ihrer Klientel. Wie praktisch, diese Dossiers, diese Akten, Kontrolle, man weiss ja nie, wofür man die Daten noch braucht; bedient wird ganz oben immer, garantiert, da geht die Arbeitskraft nicht aus, da gibt es immer Nachschub – High Class eben. Gecoacht von Eden City.
Die Engel, die auftauchen, sind die Höllenengel, die Engel GMBH, der CEO hinter den Spiegeln, das scheinen nicht nur Motorradliebhaber zu sein, die ihre Dingenskirchen im trockenen haben. Der Höllenfürst hat eine ganze Armee gefallener Engel um sich versammelt, die als Teufel oder Satan regieren.
Wir lernen: es kann keine Trennung zwischen Gut und Böse geben, auf die ‘gute’ Seite, auf die man sich mit gutem Gewissen schlagen kann, so wie wenn man organisch frisst und sauber shoppt – Fair Trade genannt , auch wenn das einem manche Köche … äh Kirchenfürstinnen weiss machen wollen, es ist alles grau, gemixt, wie das Geflecht von Herrn Meyer. Danke Herr Meyer für das Gericht, hat mir zwar nicht geschmeckt. Aber schmecken muss einen der ganze Dreck ja auch nicht. Ist doch nuuur Geschreibsel über einen ‘Rechtsstaat’, in dem wir leben, und wo letztlich alle Profiteure sind. Ist nur Buch, tut keinem weh. Danke.

Clemens Meyer, Im Stein (mit Leseprobe), nun auf der Shortlist, nominiert für den deutschen Buchpreis!
Autorenseite (mit Interview)

Empfehlung von einer Ex-Hure: Shortlist September und dann eben den Preis einsacken! Würde mich sehr freuen.
So wie bei der Dame vom letzten Jahr, die ‚Landgericht‘ schrieb, Ursula Krechel eben. Eine schöne Reihenfolge wäre das. Fast wie (Nachkriegs-) Geschichtsschreibung. So kommt das doch alles irgendwie zusammen. Im Literaturbetrieb sollte immerhin etwas Gerechtigkeit herrschen.

andere Rezensionen (vorläufige Auswahl):

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article119562769/Prostitution-ist-in-der-Mitte-der-Gesellschaft.html?wtmc=social

http://www.zeit.de/2013/35/literatur-roman-clemens-meyer-im-stein

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/clemens-meyer-und-der-roman-im-stein-die-welt-ist-bunt-und-rot-und-stimmt-nicht-mehr-12536013.html
http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kulturwelt/clemens-meyer-und-sein-roman-im-stein-100.html

http://detektor.fm/kultur/clemens-meyer-kehrt-mit-im-stein-und-rotlichtmilieu-zurueck/

http://www.tip-berlin.de/kultur-und-freizeit-lesungen-und-buecher/clemens-meyers-roman-im-stein

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/im-stein-prostitutions-panorama-von-clemens-meyer-a-915377.html

http://www.taz.de/Neuer-Roman-von-Clemens-Meyer/!122246/

http://www.mdr.de/kultur/clemens-meyer112.html (mit Interview)

http://www.perlentaucher.de/buch/clemens-meyer/im-stein.html


17. December * a poem *

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this is not a love song

you know me
I’m an escort girl
and my heels prick the ice
like spikes

my brain is to amuse you
my mouth is to praise you
my sensuality keeps you warm
my sirens song whispers the way
and my heavenly scent
release you
in your endless days

but once a year
after the petals have wilted
and before the first snow starts falling
my voice raises into a gruesome howl
a song in a choir of grief that has to be made

sung for all my global mates
fallen and wounded in the battle of life
for their families and friends
on the 17th of december

We throw our fist in the air
from hands that always care
which stroke fluffy balls and weary heroes
by hands at arms to embrace
not made to held candles

We reaching out to the lost
extend the hands to their souls
our voices reach the sky
to commemorate those
who met their fate
which is not a really one at all

violence, stigma and murder
purely made by man
and their accomplice jurisdiction
and a brutal legislation
because „they“ disgrace the name of justice
not my mates

who lost their lives
in pursuit to bring happiness and adult fun
pure entertainment without obligation
by a service made with commitment and love
why this aversion and aggression against „us“?
what have we done?

© Ariane 2011


Manifesto of Love

969310_4983177861236_1138696695_n Design 2013 ©The Dale @ Harmony Storm

Manifesto of Love

I hereby declare solemnly the foundation of the United States of Angels
  an ex-territorial de-national Sexworkers global state
on behalf of the Pussy Party
  and the International Sexwork-Rights-Movement.
 
The Pussy Party was founded in 2005 entered into a coalition with the Pussy Labour Party in 2008 
 
After fierce conflicts with right-feminists and abolitionists,
we decided together with affiliated organizations
the Anglo guerrilla,
the vanilla sex party, 
the ASS – the Association to support  victims of bad sex  –
and the UFC – the union of freed chicks  – 
 
to express our self-determined interests independently.
 
A true liberation of sexuality has never took place on earth
 and for this reason, if for no other,
sex work still exist in the present as a global reality. 
We advocate a liberal and libertarian understanding of Sex & Eros.
we stand up for a liberalized dealing with sex and eroticism in general
  and paid sex in particular.
 
The risks of social consumption of any services in the sex industry,
usually we carry by ourselves.
 
Despite liberal laws in a very few countries our social environment becomes still permeated by discrimination, stigmatization and criminalization.
 
We hereby declare
 
first 
 
that human rights and human dignity apply to everyone and
unconditionally
no matter if someone offer A-Levels or a rubber-coated Girlfriend-experience: no matter if escort or streetwalker
  a whore is a human, a human, a human beeing
 
secondly
 
 sexual self-determination of all sex workers. 
 
thirdly
 
 free speech, travel, the right of assembly and association of all sex workers within a globalized world.
 
we call to implement the Brussel sex worker manifesto from 2005 to create decriminalization and legal certainty for all service providers and their clients.
 
 Bans lead to the opposite drifting into the underground, 
  increasing vulnerability of sex workers throughout its global.
 
We wish you to lead attention to the pacifying effect of  a sustainable sex drive 
within families, within – and between nations and states
  as a result of self-determined and not enslaved sexwork.
 
We stand for cultivation of pleasure
We wish for sexuality, that not only lustful discharge, but a source of life, sensuality, creativity, easiness and playfulness.
 
 
No more double standards and denial of sexual fantasies
  Eroticism,  sex and love are the basis of mankind and humanity.
Women and men who work with it are experts in this field, not collective scapegoats.
 
We say „never again“ and announcing to fight back 
and declare war on all hooker republics worldwide
to terminate  stigmatization and criminalization since ages.
 
The Hooker Republics true self exist in societies who’s favor economizing all human relationships, 
disabling a life free of fear, to put all eroticism to an end.
 
Pussies of the world unite!
 
We advocate partnership oriented and playfully dealing
with cashless and money paid transactions,
and remember our relatives,
the peaceful bonobos apes, who solve conflicts through sex. 
the chimpanzee era is over.
 
Stand up! for a satisfied world!
 

http://www.xtranormal.com/watch/12482129/golden-dick-manifesto

(sorry for any mistakes; english is not my native language, only blow jobs; bye)

THE GOLDSCHWANZ MANIFESTO
written around 2009 A.